Swiss Artist Music Festival
Bericht Country Music Switzerland, Autor A.Furrer
Strikt für Schweizer Bands fand heuer zum zweiten Mal das Swiss Artist Music Festival am Fr./Sa. 29./30. Okt. in Zollikon/ZH. Der Anlass will sich als festen Meilenstein in der herbstlichen Agenda der Schweizer Musikbegeisterten etablieren. Neben Country werden auch Blues, Soul, Rock'n'Roll und andere Stilrichtungen geboten, aber fein säuberlich getrennt an zwei Abenden nacheinander. Die "Country Night" am Samstag zog schon letztes Jahr mehr Leute an als die Freitagskonzerte, wahrscheinlich weil es sich am Samstag besser ausgehen lässt; oder war es doch wegen der Musik?
Zwei der Schweizer Topbands wurden für den Abend engagiert. Den Auftakt machte Rolf Raggenbass mit seiner Country Heart Band. Das war quasi ein Heimspiel für Rolf, denn er wohnt ja nur ein Dorf weiter. Aber seine Freunde und Bekannten im Publikum zu wissen verpflichtet auch. Das Herz der Heart Band schlägt gemäss Rolf Raggenbass in der Country Musik und man konnte die Freude der Musiker spüren. Die Band war dieses Jahr mit ihrer Ethno Country Show sehr oft und sehr erfolgreich unterwegs. Der solide Sound überzeugte auch das nicht unbedingt auf Country eingefleischte Pubilkum. Auffallend gut und gut drauf waren auch die Jungs der Heart Band. Silvio an der Leadgitarre interpretierte überzeugend einige Lieder aus seinem Repertoire.
Ein Wirbelwind aus Basel brach im zweiten Block über die Zuhörer im Gemeindesaal. Bonnie Jean Taylor mit Taylor Made gab gleich zu Beginn den Tarif durch: "Let the good times roll!". Rockiger Country durchzogen mit einigen ausgewählten Popklassikern stand auf dem Menu. Die popigeren Songs waren jedoch sehr nah am Country. Da war zum Beispiel ein authentisch und engagiert gespieltes "Hotel California" der Eagles oder ein cool gezupftes "Sultans of Swing" der Dire Straits. Dem nicht unbedingt der Hardcore Country Szenze zuzuordnenden Publikum gefiel's. Bonnie Jean Taylor kam auch von der Bühne herunter zu den Zuhörern und bezirzte ausgewählte Herren mit schmeichelnden Strophen.
Der gesamte Anlass wurde vom Verein Swiss Artist Music Festival und er der Leitung von Hansjörg Renggli durchgeführt. Ein Dank an diese Leute für die Arbeit und den Mut zum Risiko. Gäbe es keine solchen initiativen Leute, gäbe es dieses Festival nicht. Die Organisation war makellos und es lässt sich nur hoffen, dass in den kommenden Jahren die Country Fans auch den Weg an die Goldküste zu finden. Wie Rolf Raggenbass richtig gesagt hat, trägt dieser Anlass beispielhaft dazu bei, dass Country sich als Kulturform wie selbstverständlich im Veranstaltungskalender etabliert. Für einmal gab es Country Musik ohne Longhorns, Cowboyhüte oder Wagenräder.
Den Abschluss des Abends machte eine Jam-Party mit Rolf Raggenbass, Bonnie Jean Taylor und der schwarzgekleideten, siebenköpfigen Taylor Made Band. Mit Klassikern wie Achy Breaky Heart und Folsome Prison Blues fand der Abend einen würdigen Ausklang. Wir freuen uns auf die nächste Ausgabe im 2005.
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